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Das systemdynamische Denken

Menschen leben in sozialen Systemen. Über die Familie und das Privatleben hinaus sind wir auch innerhalb des Berufslebens, ob selbstständig, angestellt oder in einer leitenden Funktion, mit anderen Menschen, Gruppen oder Organisationen verbunden.
Das systemische Denken geht, durch die Erfahrungen mit Aufstellungen, von unausgesprochenen und unbewussten Gesetzen aus, die die Beziehungen innerhalb solcher lebendiger, dynamischer Systeme bestimmen. Diese Gesetze von Ordnung und Balance verlangen, dass jeder Teil eines Systems seinen rechtmäßigen Platz einnimmt, seine Aufgaben erfüllt, Anerkennung findet, und dass niemand ausgeschlossen oder vergessen wird. Werden diese Gesetze geachtet, so herrscht innerhalb einer Familie eine gewisse stabile Harmonie, ist auf der Ebene des Berufslebens der Einzelne mit sich und seiner Arbeit zufrieden, bzw. ist eine Organisation optimal effektiv, sowohl im Sinne des Wohlbefindens der Mitarbeiter als auch für das Erreichen der gesteckten Ziele.
Innerhalb einer lebendigen Dynamik werden die Gesetze von Ordnung und Balance aber oft unbewusst übergangen, es entstehen Verstrickungen. Wenn die Ordnung einmal gestört ist, so hat das auf allen "systemischen Ebenen" weitreichende Folgen:

Innerhalb einer Familie drücken sich die systemischen Verstrickungen u.a. in physischen und psychischen Krankheiten von Familienmitgliedern aus.

Im Berufsleben kommt es auf individueller Ebene zu Unzufriedenheit, Krankheitsneigung, Konkurrenzverhalten, Unsicherheit und Entscheidungsschwierigkeiten.
Auf der Ebene der Zusammenarbeit in kleineren und größeren Betrieben und Organisationen führen die Verstrickungen zu Unklarheiten in der Führung, häufigen Krankmeldungen der Mitarbeiter, unzulänglicher Effektivität, Uneinigkeiten zwischen Abteilungen, etc.
Systemische Fragen gehen über ein operationelles Niveau hinaus. Sie reichen weiter als strategische Überlegungen oder Fragen über die Qualifikation der Mitarbeiter.
Das systemische Vorgehen bringt ans Licht, wie die Geschichte, die Dynamiken und die daraus entstehenden Verstrickungen innerhalb einer Laufbahn oder einer Organisation die Effektivität beeinflussen.