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Organisationsaufstellungen sind systemische Aufstellungen mit speziellem
Fokus auf die Arbeitswelt.
In den letzten Jahren hat das Arbeiten mit Systemaufstellungen, als Quelle
für Informationen und tiefe Einsichten über Mensch und Organisation,
weltweit einen beachtlichen Bekanntheitsgrad erlangt, indem es sich sowohl
für individuelle Fragen zum persönlichen Wohlbefinden, als
auch für die Entwicklung von Organisationen als sehr effektive Methode
erwiesen hat.
Organisationen sind dynamische Systeme, in denen sich verschiedene Abteilungen,
Gruppen und Individuen auf eine bestimmte Weise zueinander verhalten.
In Organisationen gelten, so wie auch in Familiensystemen, die Gesetze
von Ordnung und Balance.
Eine Organisation ist dann optimal effektiv, wenn sich ihre diversen
Teile, Abteilungen und Mitarbeiter an dem für sie angemessenen Platz
befinden und sich den unausgesprochenen Ordnungen fügen, dafür
aber auch Anerkennung finden und zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern
eine gute Balance in Geben und Nehmen herrscht.
Wenn das Gleichgewicht einer dieser Voraussetzungen gestört ist,
hat das sowohl auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter, als auch auf die
Effektivität der Organisation einen beträchtlichen Einfluss.
Diverse systemische Problematiken findet man in Organisationen auch bei
starken Balanceverschiebungen vor, z.B. wenn zwei Systeme zusammengefügt
wurden (bei einer Fusion), oder Teilbereiche eines Systems aufgelöst
wurden.
Auf individueller Ebene kommt es zu Symptomatiken wie:
° Fragen über die eigenen Befugnisse, Verantwortungsbereiche und zukünftige
Entwicklungsmöglichkeiten, bzw. Laufbahnfragen
° dem Gefühl nicht auf dem richtigen Platz zu sein
° einem behindernden Konkurrenzverhalten zwischen Mitarbeitern/ Kollegen
° totaler Unsicherheit und/oder Unzufriedenheit
° wiederholt auftretenden Konflikten
° Krankheitsneigung
° Entscheidungs-/ Planungsschwierigkeiten
Auf der Ebene der Organisation führen die Verstrickungen zu:
° Unklarheiten in der Führung
° häufig auftretenden Krankheitsmeldungen der Mitarbeiter
° sich wiederholenden Problemstellungen, ungeachtet eines Führungswechsels
° strukturell unzureichenden Ausführungen von Zielsetzungen
° einem unzulänglichen Effekt von Ausbildungs- und Trainingsprogrammen
° Streitigkeiten zwischen Abteilungen innerhalb der Organisation
° dem Fortdauern von altem Schmerz und anderen Hindernissen aus der Vergangenheit
° Unklarheiten über Verantwortungsbereiche
° einem allgemeinen Bedarf an mehr Tatkraft
Eine Problemstellung innerhalb einer Organisation wird mit dem Ziel
aufgestellt, einen positiven Beitrag zur Entwicklung derselben zu leisten.
Dies bleibt ausnahmslos den leitenden bzw. führenden Personen der
entsprechenden Organisation vorbehalten.
Da nicht alle Probleme systemischer Natur sind, wird, bevor eine Organisationsaufstellung
beginnt, erst untersucht, ob es angebracht ist, sich dem vorgetragenen
Anliegen auf systemische Weise zu nähern.
In einer Organisationsaufstellung werden für die diversen Schlüsselfiguren
und Teile der entsprechenden Arbeitssituation/Organisation Repräsentanten
im Raum aufgestellt. Die sich daraus ergebende Konstellation gibt Einsicht
in die herrschenden Dynamiken und Verstrickungen in bezug auf die gestellte
Frage. Oft gibt diese Einsicht allein schon die nötigen Impulse
für eine Veränderung. Wenn möglich wird innerhalb der
Konstellation auch nach wirksamen Lösungsrichtungen gesucht.
Nach dem Ablauf der Aufstellung hat der Teilnehmer (Leitungsgebender
oder Consultant) mehr Information über die Beschaffenheit der Problematik,
wodurch Voraussetzungen für konstruktive Veränderung geschaffen
sind.
Organisationsaufstellungen werden auch immer mehr bei Entscheidungsprozessen eingesetzt. Die verschiedenen strategischen Möglichkeiten werden durch die Stellvertreter im Raum dargestellt. Die Reaktionen der Stellvertreter bringen wichtige Hinweise für die Richtungen die mehr, und die Richtungen die weniger Kraft haben. In diesem Bereich können zum Beispiel Marketing- Aufstellungen richtungsgebend sein für die Marketingmanager, oder kann eine Aufstellung zeigen welche Positionen in der Organisation am besten durch welche Personen eingenommen werden können. In allen Bereichen wo Entscheidungen innerhalb einer Organisation getroffen werden müssen, ist es hilfreich, Aufstellungsarbeit zu nützen, um neue und tiefe Einsichten zu erhalten.
Im speziellen für Organisationsberater bieten Aufstellungen von
Klientensystemen eine nuetzliche Unterstützung, um neue Einsichten über
die Beschaffenheit der Problembereiche zu gewinnen. In der Funktion als
Berater einer Organisation ist es wichtig, nach der entsprechenden Art
der Intervention zu suchen, da man selbst schnell in die Verstrickung
des Systems des Auftraggebers hineingezogen wird.
Um eine klare Sicht auf die eigene Position zu gewinnen, stellt der Consultant
im Raum nicht nur die Situation der Organisation auf, sondern auch seinen
eigenen Platz, den er in derselben einnimmt. So ergeben sich neue Möglichkeiten
für eine gezielte Suche nach Lösungsbildern.
Die Organisationsaufstellung gibt starke Impulse
für positive Veränderungen,
so dass die
Balance zwischen Geben und Nehmen in der Arbeitswelt wieder hergestellt
wird. Sowohl dem Einzelnen in seinem Arbeitsfeld, als auch der Organisation
als Ganzes kommt eine effektive Unterstützung zugute.
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