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Ursprung

Die systemisch- phänomenologische Arbeit mit Aufstellungen findet zu einem wichtigen Teil im Werk Bert Hellingers, einem deutschen Psychotherapeuten, ihren Ursprung.

Es war vor allem Hellinger, der weitgehend die generationsübergreifenden Dynamiken in Familien, die Wirkung des persönlichen und kollektiven Gewissens, und das Benützen der stellvertretenden Wahrnemung in Aufstellungen erarbeitet, und das Familienstellen über die Welt verbreitet hat.

Das systemisch- phänomenologische Denken, durch Hellinger an Bekanntheit gewonnen, wurde durch verschiedene andere Strömungen in der Systemtheorie, Familientherapie und Aufstellungsarbeit beeinflusst. Schon in den Sechziger Jahren arbeitete Virginia Satir mit Familienskulpturen, wobei Familienmitglieder im Raum aufgestellt wurden. Auch beim Psychodrama von Moreno vertreten Personen im Raum verschiedene Innere Anteile des Klienten. Jai Hailey und Leslie Mclendon waren vor Hellinger schon weitgehend mit Aufstellungsarbeit beschäftigt, und von Ihnen hat er sich auch inspirieren lassen.

Dabei gab es schon andere Theorien über Familiensysteme, ihre Verbundenheit und deren Einfluss auf das individuelle Leben des Menschen. Die Wirkung von Loyaltität und der Balance zwischen Geben und Nehmen im System waren schon lange ein wichtiger Teil der Kontextuellen Therapie von Ivan Boszormeny- Nagy. All diese und viele andere Entwicklungen sind in Hellingers Arbeit hineingeflossen, ergänzt, vertieft, und zur übertragbaren Methode des Familienstellens geworden. Dabei hat Hellinger im Laufe seiner Arbeit neue Einsichten über Familiendynamik erworben und damit die Familienaufstellungsarbeit weiter 'verdichtet'. Es war auch Hellinger selbst der, zum ersten mal, diese familienorientierte Methode bei beruflichen Fragen bzgl. Organisationen und Organisationsentwicklung anwendete.

Mittlerweile hat die Aufstellungsarbeit, unabhängig von Hellinger, ihre eigene Entwicklung erlebt. Gunthard Weber und andere haben die Organisationsaufstellung weitgehend weiter entwickelt, was dazu geführt hat, dass die Aufstellungsarbeit in Organisationen ein eigenes Berufsfeld geworden ist. Die Methode wird nicht länger nur für die Erarbeitung von systemischen Lösungen in soziale Systemen benützt, sondern auch bei Fragestellungen über die eigene innere Psychologie (Aufstellen von inneren Anteilen) oder Gesundheit (Symptomaufstellungen), sowie bei Entscheidungsprozessen (Laufbahn-, Strategie- und Marketingaufstellungen).

Ein spezifischer Beitrag zur Aufstellungarbeit wurde von Matthias Varga von Kibed und Insa Sparrer, die die Systemische Strukturaufstellung entwickelt haben, geliefert.
Sie haben erkannt, dass die Bilder in einer Aufstellung wie eine eigene Sprache , mit einer eigenen Grammatik, und verschiedensten Abstraktionsebenen, sind. Die Kunst diese Sprache als Kommunikationsmittel zu verwenden und zu verstehen ist Schwerpunkt der Arbeit von von Kibed und Sparrer.

Im Institut für Systemaufstellungen &Dialog findet eine Integration dieser verschiedenen Ansätzen und Strömungen statt.